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Effizientes Montageverfahren für die Errichtung mehrgeschossiger Gebäude des Wohnbaues und des Gewerbebaues mit einer hohen Variabilität der Gebäudestruktur


Prinzip des Bauverfahrens

Merkmale des Deckenhub-Montageverfahrens

  • alle Geschossdecken, monolithisch hergestellt, liegen am Boden übereinander und sind lediglich durch ein Trennmittel voneinander isoliert,
  • Decken werden nach erreichter Montagefestigkeit durch mechanische/hydraulische Hubeinrichtungen, unter Verwendung von Hubstangen/-seilen im Paket (Paketdeckenhubverfahren), einzeln (Einzeldeckenhubverfahren) oder als komplettes Geschoss (Geschosshubverfahren) entlang der Stützen in endgültige Einbaulage gehoben.

Vorteile des Bauverfahrens

  • Vereinfachung der Schalungs-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten durch die Senkung des Transportaufwands auf der Baustelle (Kran und Betonpumpen für größere Höhen entfallen)
  • Schalungsmaterial nur am Deckenrand erforderlich. Großflächige Deckenschalungen entfallen vollständig
  • Glatte und ebene Deckenflächen
  • Vertikaltransport zusätzlicher Lasten auf den zu hebenden Decken möglich
  • kurze Bauzeiten
  • Witterungsschutz für die Ausbauarbeiten

Ergebnisse der Entwicklung

  • durchgängige Automatisierung des Verfahrens,
  • Erhöhung der geometrischen Genauigkeit der Hubvorgänge,
  • Ausschaltung von möglichen Havariefällen während des Hubvorgangs durch selbstkontrollierende Technik
  • Anwendung des Verfahrens zum Heben von komplett ausgebauten Geschossen
  • Erarbeitung von Regeln und Grundsätzen für die Bemessung und Durchbildung der Baukonstruktion

Entwurfsrandbedingung

  • Das Bauvorhaben dient zur Errichtung von Geschossbauten mit skelettartiger Struktur.
  • Flachdecken aus Stahl- oder Spannbeton mit im Skelettbau üblichen Stützweiten (5.0 ... 7.50m).
  • Stützen aus Stahlprofilen oder Stahlbetonrechteckstützen mit über die Gebäudehöhe konstantem Querschnitt.
  • Abstand von freien Deckenrand zur ersten Stützenreihe 1.0m.

Konstruktion Hubausrüstung

  • Bestückung je Stütze:
    • 2 Hubgeräte
    • 1 Hydraulikaggregat
    • Steuerleitung zum Hauptsteuerschrank
  • Hubkraft je Hubgerät 359 kN
  • Hubgeschwindigkeit "aufwärts" 6m/h mit Einzelschritt von 30mm
  • Gewindespannungsstäbe (36mm / Bruchlast 1070kN) als Zugstange mit Mutter und Verbindungsmutter
  • Einsatzbereich für die Hubausrüstung (-20°C bis +40°C)

Steuerung

  • Bedienung von einem einzelnen Steuerschrank mit den Optionen "Hand"- und "Automatik"-Betrieb
  • "Defektsperre" und maximale Horizontalabweichung von < +20mm in der Steuerung
  • Ablassoption der Zugstangen auch im "Eilgang" pro Stütze
  • Hubende mit exakter Niveaugleichheit

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